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| Herzlich
willkommen |
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| Im
Sommer 1995 organisierte der Arbeitskreis zum 1. Mal einen
Erholungsurlaub für Kinder aus der radioaktiven verstrahlten
Umgebung von Tschernobyl in Wehrheim. Über 40 Kinder
waren damals zu Gast in Wehrheim und in seinen Ortsteilen.
In diesem Jahr haben wir 18 Kinder und zwei Betreuer eingeladen.
Ihre Heimatdörfer und Heimatstädte Jelsk, Zaschirije,
Walawsk und Koschtschichi sind immer noch durch die Atomkatastrophe
von 1986 strahlenbelastet und werden es auf unabsehbare Zeit
bleiben. |
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| Wir,
der ökumenische Arbeitskreis für die Kinder von
Tschernobyl, haben es uns zur Aufgabe gemacht, einigen dieser
Kinder Erholung und Vergnügen zuteil werden zu lassen.
Die Erholung in strahlenfreier Luft und unbelasteter Nahrung
ist wichtig für die körperliche Entwicklung. Wissenschaftliche
Untersuchungen ergaben eine um 80 – 90 Prozent verbesserte
Konstitution nach einem vierwöchigen Aufenthalt im Ausland.
Bei Kindern, die während der Wachstumsphasen mehrmals
einen Erholungsaufenthalt hatten, verläuft die Entwicklung
besser und die Gesundheit ist stabiler. |
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Ganz
wichtig ist aber auch die seelische Entwicklung von den
Kindern. Die Situation in einem derart benachteiligten Land
ist für die betroffenen Menschen bedrückend. Zu
der finanziellen Not kommt noch die gesundheitliche Belastung
eines oder mehrerer Familienmitglieder. Die
Sorgen der Eltern übertragen sich auf die Kinder. Die
meisten Menschen sind auf die Erträge aus der eigenen
Landwirtschaft angewiesen. Und wenn es nur ein kleines Gärtchen
ist, das bearbeitet wird. Missernten führen zu schlimmen
Notständen: wenn auch auf dem Markt Nahrungsmittel
angeboten werden, ist oft kein Geld da, etwas zu kaufen.
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Die Kinder helfen in der Landwirtschaft,
betreuen die kleineren Geschwister und müssen auch
in der Schule lernen. Die Kinder sind sich der Ernsthaftigkeit
der Lage wohl bewusst. Aber auch sie brauchen die Gelegenheit
sich auszutoben und sich zu vergnügen.
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Gemeinsame Aktivitäten und persönliche
Kontakte zu den deutschen Gastfamilien sollen helfen, den
Kindern neue Zukunftsperspektiven zu vermitteln. Im Laufe
der Zeit haben sich einige enge Kontakte zu den russischen
Familien ergeben. So haben mehrere Wehrheimer Gasteltern
ihr russisches Kind auch schon in der Heimat besucht und
können mit unserer Arbeit damit auch zur Völkerverständigung
und Frieden beitragen. Um diese Ziele verwirklichen zu können,
benötigen wir natürlich viel Unterstützung.
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| Neben
dem Besuch der russischen Gastkinder in Wehrheim organisieren
wir Hilfslieferungen für die notleidenden Menschen im
Gebiet Gomel. Neben Kleider- und Sachspenden für Kindergärten,
Schulen, Heime und Krankenhäuser, die wir das ganze Jahr
über sammeln, transportgerecht verpacken und nach Weißrussland
schicken, nimmt besonders der gemeinsame Lebensmitteltransport
einen großen Stellenwert in unserer Arbeit ein. Einige
Mitglieder unseres Arbeitskreises haben mehrere Hilfslieferungen
begleitet, um sich davon überzeugen zu können, dass
unsere Hilfe wirklich dort ankommt, wo sie gebraucht wird. |
| Der
Arbeitskreis |
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